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Leg das Handy weg und nimm dir ein Buch

Aktualisiert: 10. Nov. 2020

Über das lesen in der Öffentlichkeit

Diesen Beitrag habe ich im April 2020 verfasst und aus meiner Vorgänger-Blogseite übertragen. Es war Frühjahr, vor einigen Wochen kam es zum ersten Lockdown in Deutschland.


Vor einigen Jahren bin ich regelmäßig mit der Bahn zur Arbeit gefahren. Mein Arbeitsweg dauerte damals ca. 1 1/2 Stunden. Von vielen Menschen in meiner Umgebung, speziell aus meinem Arbeitsumfeld, musste ich mir immer wieder folgendes anhören: Was? So lange bist du unterwegs? Zieh noch näher an deine Arbeitsstelle, dann musst du nicht so lange in der Bahn sitzen!


Für mich war das allerdings, anders als bei vielen Berufspendlern, eine Zeit der Entspannung. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich auf meinem Arbeitsweg zu lesen begann, war ich ein reiner 'Urlaubsleser'. Ich habe, immer wenn ich im Urlaub war, Bücher verschlungen. Nicht selten habe ich pro Tag ein Buch verschlungen.



Jetzt war ich ein 'Arbeitswegleser'. Und ich war auch ein Exot. Denn ich war meistens der einzige in meinem Wagon, der in einem Buch gelesen habe.

Was mir früher noch nicht so richtig aufgefallen ist war die Tatsache, dass viele meiner Mitreisenden starr auf ihr Handy geguckt haben. Bestimmt waren auch einige dabei die Online-Nachrichten oder ähnliches gelesen haben. Allerdings konnte ich bei den meisten Menschen erkennen dass sie einfach 'nur' irgendwas gespielt haben.

Ich war also der Exot in der S-Bahn. Und ich wurde auch des öfteren komisch angeguckt als ich mein Buch aus meiner Tasche geholt habe. Das waren teilweise 'gewöhnliche' Romane wie Krimis und Thriller, aber auch Bücher, die sich mit dem Thema Glauben auseinandersetzten. Erzählungen und Sachbücher über Religion und Spiritualität.


Mir war es damals schon egal wie meine Mitfahrer guckten oder was sie dachten. Viel wichtiger war für mich die Tatsache dass ich aus den Büchern, speziell aus den Sachbüchern die ich auf meinem täglichen Arbeitsweg gelesen habe, viel mitgenommen habe. Lesen, das habe ich in dieser Zeit mal wieder gelernt, lässt einen abschalten, den Alltag um sich herum vergessen. Und es lässt einen seine eigene Perspektive auf Dinge in einem völlig neuen Licht erscheinen. Das kommt natürlich auf des jeweilge Buch an, welches man liest.


Zur Zeit lese ich, zwar nicht mehr in der Bahn auf dem Arbeitsweg sondern zu Hause, wieder einige Bücher über das Leben, Gedankenanstöße über das Thema 'Warum bin ich hier' und Bücher von Menschen, die ihr Leben verändert haben, indem sie einfach das gemacht haben worauf sie Lust hatten. Diese Bücher geben mir den Anreiz wieder mehr darüber nachzudenken was ich in meinem Leben noch alles machen will.


In einem meiner letzten Urlaube habe ich zum Beispiel das Buch 'Im nächsten Leben ist zu spät' von Sina Trinkwalder gelesen. Dieses Buch hat mich das erste mal dazu gebracht darüber nachzudenken, wie mein zukünftiger Weg durch mein Leben aussehen soll. Und dieses Buch habe ich in einer deutschen Touristenhochburg am Strand, auf der Promenade und am Pool gelesen, besser gesagt verschlungen. Die Blicke, mit denen mich einige Touris angeguckt haben als sie sahen, was ich da für ein Buch lese, sprachen Bände.




Allerdings ist auch etwas anderes passiert: Ich saß abends an der Promenade und las in dem besagten Buch. Auf einmal stand ein junger Mann vor mir und sagte: 'Tolles Buch, das habe ich auch grade gelesen. Sehr inspirierend!' Da Zeitpunkt war mir wieder einmal klar dass es besser ist auf das zu hören was man selber wirklich will (in diesem Fall war es dort zu lesen wo man will, und was man will), denn die Buchtipps die ich von dem jungen Mann in diesem Abend an der Promenade erhalten habe waren Gold wert.

Das Thema mag für den einen oder anderen etwas banal klingen, aber für mich ist das ein ganz wichtiger Punkt und etwas extrem wichtiges: Da zu lesen und das zu lesen was und wo man will! Wir haben hier in Europa die Freiheit und die Möglichkeit zu lesen und uns zu bilden. Denn: lesen bildet! Und es kann einen inspirieren. In vielen Ländern der Erde gibt es diese Freiheit nicht. Viele Menschen in vielen Ländern der Erde können nicht einmal lesen. Wir haben die Möglichkeit zu dazu also sollten wir sie auch nutzen. Denn, meiner Meinung nach, ist nichts gefährlicher als mangelnde Bildung.

Also, nimm einfach mal ein Buch zur Hand anstatt immer auf das Handy zu starren. Denn lesen kann die (auch deine) Welt verändern.



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